Institut für Computersprachen
Programmiersprachen und Übersetzer

Detailinformation

( Fenster schließen )


Diplomarbeit
Titel Klassifikation von Inferenzmechanismen über Regelsystemen und ihre Implementierung
Autor Duzi,Pavel
Erscheinungsjahr 1988
Abstract Wissensbasierte Systeme sind ein Gebiet der Artificial Intelligence, das in den letzten Jahren einen großen Aufschwung erfahren hat, sowohl in der Forschung als auch in den praktischen Anwendungen. Den Kern jedes wissensbasierten Systems stellt der Inferenzmechanismus dar. Wir wollen uns hier mit den verschiedenen Arten von Inferenzmechanismen beschäftigen, wobei ein besonderes Augenmerk der Effizienz von Inferenzmechanismen gewidmet wird. Die Struktur des problemspezifischen Wissens bestimmt weitgehend die Form dessen Darstellung. Eine der am meisten verbreiteten Wissenrepräsentationsformen sind Regelsysteme. Wie in dieser Arbeit gezeigt wird, hat die Struktur der Regelbasis einen großen Einfluß auf die Effizienz des verwendeten Inferenzmechanismus und folglich auf die Performance und Akzeptanz des wissensbasierten Systems selbst. Bei der Entwicklung eines solchen Systems wird man daher jenen Typ des Inferenzmechanismus wählen, der bei der gegebenen Struktur des problemspezifischen Wissens am effizientesten arbeitet. Die Abschätzung der zu erwartenden Effizienz eines Inferenzmechanismus bei gegebener Regelbasis ist jedoch sehr komplex und schwierig, insbesondere bei "inhomogener" Struktur des Wissens. Es wäre daher wünschenswert, einzelne Inferenzmechanismen gewissen Klassen zuzuordnen und diese Klassen auf ihre Effizienz bei verschiedenen Typen der zugrundeliegenden Regelbasis zu untersuchen, um zu allgemeinen Entscheidungskriterien zu gelangen. Ziel dieser Arbeit ist, die Voraussetzungen für solche experimentelle Untersuchung zu schaffen, d.h. konkret:a) Klassifikation verschiedener Inferenzmechanismen, die auf eine regelorientierte Wissensbasis anwendbar sindb) Untersuchen von regelsysteme-spezifischen Eigenschaften solcher Klassen von Inferenzmechanismen in Hinblick auf die Effizienzc) Implementieren der wichtigsten Vertreter einzelner Klassen, um ein Instrumentarium zur experimentellen Untersuchung der Eignung verschiedener Klassen der Inferenzmechanismen bei gegebener Regelbasis zu schaffen.Das Kapitel 1 enthält eine ausführlichere Beschreibung der hier umrissenen Motivation dieser Arbeit. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den für unsere Zwecke relevanten Eigenschaften eines Inferenzmechanismus allgemein, insbesondere mit der Vollständigkeit und Effizienz, und mit der Komplexität von Beweisen. Im dritten Kapitel weden die Rückwärtsverkettungsmechanismen behandelt. Außerdem wir dort eine allgemeine Heuristik über die Suche in einer regelorientierten Wissensbasis abgeleitet. Das vierte bzw. fünfte Kapitel ist der Vorwärtsverkettung bzw. den kombinierten Inferenzmechanissmen gewidmet. Im Kapitel 6 werden die Eigenschaften der vorgestellten Inferenzmechanismen übersichtlich dargestelllt und klassifiziert. Bei der Rückwärtsverkettung wird versucht, die einzelnen Inferenzmechanismen zu verallgemeinern und sie mit Hilfe der im dritten Kapitel beschriebenen Heuristik zu simulieren, um so eine einheitliche Basis für die Klassifizierung zu schaffen. Das Kapitel 7 beschreibt kurz das Programm, das als Werkzeug für eine experimentelle Untersuchung der Effizienz der einzelnen Inferenzmechanismen bei verschiedenen Typen der zugrundeliegenden Regelbasis entwickelt und implementiert wurde. Im Kapitel 8 werden die wichtigsten Ergebnisse zusammengefaßt.
Status Verfügbar

( Fenster schließen )