Institut für Computersprachen
Programmiersprachen und Übersetzer
| Diplomarbeit | |
| Titel | Flow Notification, Information and Communication System |
| Autor | Schwarzer, Bernd |
| Erscheinungsjahr | 1996 |
| Inventardatum | 13.05.1996 |
| Abstract | Das Konzept des Workflow Managements (WFM) strebt die Automatisierung und Effizienzsteigerung von industriellen Tätigkeiten an und erweist sich immer mehr als eine der Schlüsseltechnologien der EDV-unterstützten Marktwirtschaft. Es basiert auf der Aufteilung zu verrichtender Tätigkeiten in wohldefinierte Prozess, die von Arbeitskräften (Personen oder Maschinen) zeitlich und logisch koordiniert durchgeführt werden. Dabei sollen die vorhandenen Ressourcen (Personen und deren Fähigkeiten, Maschinen, Material und Zeit) optimal ausgenutzt und Routinetätigkeiten soweit wie möglich automatisiert werden. Die Idee ist nicht neu, ursprünglich wurden jedoch alle Prozesse ausschließlich von Menschen durchgeführt und bestanden hauptsächlich in der Manipulation von physikalischen Objekten. Mit der Einführung der Informationstechnologie wachsen die Aufgaben im Bereich der Datenmanipulation. Viele dieser neu entstandenen Tätigkeiten sind teilweise oder vollständig automatisierbar. Auch das eigentliche Workflow Management, also das Entwickeln, Koordinieren und Realisieren von industriellen Prozessen wird zunehmend computerunterstützt durchgeführt. Die derzeit aktuellen WFM-Systeme bieten jedoch noch keine Lösungen für die Bereiche der Fehlertoleranz, Verfügbarkeit, Korrektheit und Zuverlässigkeit in Bezug auf Parallelität, Interoperabilität heterogene, autonomer und verteilter Systeme, Interoperabilität zwischen Workflow Management Systemen, System-Performance oder Modellierung von transaktionalen Workflows, um die wesentlichen zu nennen. Die Lösung dieser Probleme ist jedoch für den kommerziellen erfolgreichen Einsatz der WFM-Technologie ausschlaggebend, weshalb zur Zeit intensive Forschungstätigkeiten in diesen Gebieten stattfinden. So hat IBM beispielsweise ein Forschungsteam aufgestellt, das aufbauend auf ihrem Workflow-Produkt FloMark (6) nach entsprechenden Lösungen sucht (Exotica, 4,8,9). Darüberhinaus werden auch Forschungen in anderen Bereichen wie etwa Mobile Computing angestellt (10). Ziel dieser Diplomarbeit ist das Ausloten der Grenzen der aktuellen WFM-Technologie und darauf aufbauend die Erstellung des Prototyps eines WFM-Engines "FloNIX-Flow Notification, Information und Communication System", welcher aufbauend auf dem "CoKe", Coordination Kernel, einem am Institut für Computersprachen der TU Wien entwickelten Middlewarelayer, die oben genannten Grenzen der aktuellen WFM-Systeme durchbricht. Der Fokus dieser Arbeit ist dabei primär auf die Implementierung dieser erweiterten Konzepte und erst in zweiter Linie auf die Schnittstellen zum Endanwender und die vollständige Funktionalität von WFM-Systemen gerichtet. Die Gliederung der Diplomarbeit verläuft wie folgt: das nächste Kapitel behandelt die grundlegenden Konzepte des Workflow Managements und deren Realisierung in kommerziellen WFM-Systemen. Kapitel 3 weist die Grenzen dieser Systeme auf. Kapitel 4 erläutert die Schlüsseltechnologien für die Überwindung jener Grenzen, nämlich Distributed Object Management und Customized Transaction Management. Das 5. Kapitel enthält die funktionale Spezifikaiton von FloNIX. Das Beispiel der Prozeßmodellierung im 6. Kapitel demonstriert die praktischen Anwendungsmöglichkeiten von FloNIX. Kapitel 7 geht näher auf das Design und die Implementierung unter genauer Abhandlung der Einbindung des CoKe ein. Kapitel 8 bietet einen Überblick über die geplante zukünftige Entwicklung von FloNIX. Das letzte Kapitel faßt schließlich die Erfahrungen, die bei der Arbeit von FloNIX gewonnen wurden und die Ergebnisse der Diplomarbeit zusammen. |
| Status | Verfügbar |