Institut für Computersprachen
Programmiersprachen und Übersetzer
| Diplomarbeit | |
| Titel | Entwurf eines Systems zur digitalen Musikverarbeitung |
| Autor | Müller, Werner |
| Erscheinungsjahr | 1982 |
| Abstract | Das hier besprochene Programmpaket wurde geschrieben, um Musikern ein Werkzeug zur Erleichterng ihrer Arbeit zu geben. Aus eigener Erfahrung kenne ich den langwierigen Weg von der Idee für ein Stück bis zu dessen Fertigstellung: von einer Skizze über die Partitur bis hin zu den Stimmen für die einzelnen Instrumente. Hiebei müssen etliche Korrekturen durchgeführt und Kopien angefertigt werden, was nicht selten zu Fehlern führt. Schließlich kann es noch vorkommen, daß Mitspieler ihre Stimmen (vor allem schwierige Passagen) falsch einlernen oder daß in der Komposition unspielbare Phrasen vorkommen. Mit dieser Arbeit kann man viele dieser Probleme erleichtern, wenn nicht gar ausmerzen. Dazu stehen drei Programme zur Verfügung: Der Editor ermöglicht die interaktive Eingabe von Noten. Hier werden die Töne nicht durch unübersichtliche Zeichenfolgen, sondern in der üblichen Notenschrift dargestellt. Am Bildschirm können die Noten auf den fünf Notenlinien eingegeben und verändert werden. Ein auf diese Weise eingegebenes Stück wird zahlenmäßig codiert und auf einer Diskette gespeichert. Es kann jederzeit neu editiert oder den beiden anderen Programmen zur Verarbeitung zugeführt werden. Das Zeichenprogramm gibt ein auf einer Diskette gespeichertes Stück auf einem Drucker aus. Die Ausgabe beruht ebenfalls auf der traditionellen Notenschrift. Man erhält ein Notenblatt mit dem gewohnten Aussehen. Dabei können beliebig viele Stimmen einer Partitur auf einmal ausgegeben und, wenn nötig, transponiert werden. Das Spielprogramm ermöglicht die akustische Ausgabe eines Musikstückes. Dazu müssen an den Rechner Instrumente angeschlossen werden, die so gesteuert werden können, daß die Stimmen gespielt werden. Am besten eignen sich dafür natürlich Synthesizer, die meistens schon eine externe Steuerung vorsehen. Die Implementierung dieser Programme blieb auf den Editor beschränkt. Allerdings sind bereits Überlegungen vorhanden, wie die beiden anderen Programme realisiert werden können. Vom Leser dieser Arbeit werden folgende Voraussetzungen erwartet: Kenntnisse des Programmierens in PASCAL; Grundkenntnisse des Apple-Systems (insbesondere das Arbeiten mit dem Text-Editor, weiters Kenntnisse der Unit PGRAF und des Aufteilens eines Programms in Units); und die Kenntnis der Notenschrift. Der Benutzer (dem die Notenschrift wohl nicht fremd ist) sollte sich vor dem Arbeiten mit diesem System kurz mit dem Apple Text-Editor auseinandersetzen. Diese Arbeit beinhaltet neben der Darstellung der aufgetretenen Probleme und Vorschlägen zu deren Lösung auch ein Benuzterhandbuch und eine Übersicht über die Implementierung. |
| Status | Verfügbar |