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Diplomarbeit
Titel Data Dictionary/Directory Systeme - ein Überblick
Autor Mörzinger, Michael
Erscheinungsjahr 1984
Abstract Der Einsatz von Informationssystemen ist hauptsächlich durch den wachsenden Informationsbedarf notwendig geworden, der nicht zuletzt durch die wirtschaftliche und technische Entwicklung bedingt ist. Diesem Informationsbedarf steht ein "Überangebot" an Informationen gegenüber, und das Hauptproblem ist nicht, diese Informationen lediglich zu sammeln, sondern aus der Menge der Informationen, die für den jeweiligen Informationssuchenden relevanten herauszufinden. Betrachtet man z.B. den betriebswirtschaftlichen Bereich, so erkennt man, daß der Erfolg der Unternehmensführung durch zunehmende Komplexität der wirtschaftlichen und technologischen Entwicklung innerhalb des ebenfalls zunehmenden Konkurrenzkampfes stark von der Qualität und nicht von der Quantität der Informationen abhängt, und somit das eigentliche Führungsproblem zu einem echten Informationsproblem geworden ist. Ein mächtiges Werkzeug, um dieser "Informationslawine" Herr zu werden, ist ein Data Dictionary/Directory System. Ein Data Dictionary/Directory System ist eine zentrale Ansammlung von Informationen über Daten, die für eine effiziente Datenverwaltung benötigt werden. Es enthält Definitionen mit Namen und charakteristischen Merkmalen der Datenelemente einer Datenbank, und der Anwendungssysteme, die diese Daten verwenden. Ein in dieser Form definiertes Data Dictionary/Directory System setzt nicht voraus, daß es selbst oder die in ihm definierten Daten in einer Form gespeichert sein müssen, die eine Datenverarbeitungsanlage verarbeiten kann. Eine Vielzahl von manuell oder maschinell verarbeiteten Sätzen kann für verschiedene Aspekte der Datenressourcen als Dictionary dienen. Ein zentralisiertes, maschinelles Data Dictionary/Directory System hat jedoch offensichtlich Vorteile, wenn es darum geht, komplexe und sich verändernde Daten in Datenbanksystemen unter Kontrolle zu halten. In einem Unternehmen findet man eine Reihe von Anwendungen, die sich dadurch auszeichnen, daß sie über eigene Daten, Programme und Verarbeitungsfolgen verfügen. Die verschiedenen Anwendungen haben jedoch oft sich überlappende Anforderungen bezüglich der Daten. So kann z.B. die Gehaltsabrechnung eines Unternehmens zu einem bestimmten Teil dieselben Daten verwenden, die von den Anwendungen der Bereiche Personal und Arbeitsplanung benötigt werden. In der traditionellen Datenverarbeitung hat jede Anwendung ihre eigenen Daten unabhängig in getrennten Dateien gespeichert und gepflegt.Diese Redundanz und die damit verbundenen Probleme der KOnsistenz und Aktualität von duplizierten Informationen hat sich als sehr teuer in Bezug auf Personaleinsatz, Speicherplatz und Rechenzeit erwiesen. Daher hat man begonnen, alle Informationen über ein Unternehmen, die von einer Datenverarbeitungsanlage verarbeitet werden können, als eine Datenbank zu betrachten. Sie ist ein wertvolles Hilfsmittel, daß ebenso sorgfältig verwaltet werden muß, wie der Faktor Arbeit oder sonstige Hilfsmittel. Daraus entwickelte sich das Konezpt der gemeinsam benutzten Datenbank, einer Ansammlung von Daten, die unabhängig von vielen Anwendern verarbeitet werden. Diese Datenbank wird aber, und das ist wesentlich, als gemeinsames Hilfsmittel verwaltet und ist Eigentum des gesamten Unternehmens. Bei großen, komplexen und sich schnell verändernden Datenbanken ist es sehr schwer für eine Person oder eine Gruppe von Personen, die Daten ohne spezielle Hilfsmittel zu überwachen. Ein Data Dictionary/Directory System ist ein derartiges spezielles Hilfsmittel.
Status Verfügbar

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