Institut für Computersprachen
Programmiersprachen und Übersetzer
| Diplomarbeit | |
| Titel | Protokollimplementierung mit Mikroprozessoren |
| Autor | Leitner, Sieglinde |
| Erscheinungsjahr | 1980 |
| Abstract | Die überaus stürmische Entwicklung der Datenfernverarbeitung und ihr weit verbreiteter Einsatz haben in letzter Zeit zur ansatzweisen Entwicklung systematischer Verfahren für die Lösung der ausstehenden Probleme geführt. Offensichtlich manifestiert sich dieser Vorgang in der Begriffsbildung "Telematik", in der alle Aspekte der Datenfernübertragung und Datenfernverarbeitung zusammengefaßt sind. Die Bestrebungen gehen im wesentlichen in zwei Richtungen. Einerseits sucht man nach Methoden zur Strukturierung, um die gesamte Problematik überschaubar zu machen. Das Modell für die Kommunikation zwischen offenen Systemen sei als Beispiel zitiert. Des weiteren wird der Versuch unternommen, Werkzeuge für die effiziente und sichere Implementierung von Datenübertragungssystemen zu schaffen, was zunächst sicherlich als ein Aspekt der umfassenden Anstrengungen in Richtung verläßliche, wartbare und schließlich vor allem menschliche EDV-Systeme aufgefaßt werden kann. Allerdings erweist sich die Datenfernverarbeitung in mancher Hinsicht komplexer als viele andere Disziplinen. Die hohe Parallelität der Abläufe, die räumliche Trennung und die Inhomogenität der wechselwirkenden Systeme lassen Natur und Umfang der Problemstellung erkennen. Trotzdem ist die Vorgangsweise durchaus an die anderen Gebiete - wie z.B. Compiler oder Automaten - angelehnt. Die vorliegende Arbeit versteht sich als Beitrag zu diesem aktuellen Themenkreis. Zum einen wird zunächst ein straffer Überblick über die Entwicklung der Strukturierungsmethoden und der Werkzeuge für die Systemrealisierung gegeben. Zum anderen wird der Versuch unternommen, die Tauglichkeit dieses Instrumentariums anhand einer Implementierung zu untersuchen. Das zur Grundlage der Implementierung gewählte Remote Job Entry-Protokoll zählt nicht zu den neuesten Entwicklungen und ist daher besonders geeignet, als Prüfstein eingesetzt zu werden. Da darüber hinaus der Fortbestand der älteren Protokolle auch aus wirtschaftlichen Gründen sichergestellt ist, berechtigen sie durchaus zu genaueren Untersuchung anhand moderner Methoden, was nicht nur zu stabileren Realisierungen, sondern auch zu wertvollen Kenntnissen als Grundlage für neuere Protokollentwicklungen führt. Abschließend soll noch die Basis für die gegenständliche Realisierung erwähnt werden. Ausgangspunkt war ein Mikroporzessor erweitert um ein Betriebssystem, das auf Echtzeitanwendungen zugeschnitten ist. Diese Kombination kann als typisch für die Gegenwart und wohl auch für die Zukunft der Datenfernverarbeitung angesehen werden. |
| Status | Verfügbar |