Institut für Computersprachen
Programmiersprachen und Übersetzer
| Diplomarbeit | |
| Titel | Oberflächenstudie für Pencomputer |
| Autor | Laber, Rudolf |
| Erscheinungsjahr | 1994 |
| Inventardatum | 06.12.1994 |
| Abstract | Seit einigen Jahren ist mit der Entwicklung flacher Bildschirmtechnologien in Verbindung mit integrierten Digitizern ein neuer Typ eines Ein-/Ausgabemediums am Markt. Unter der Bezeichnung Notepad oder Pentop werden heute kleine tragbare Computer angeboten, die über keine Tastatur verfügen, wobei die Eingabe über einen elektronischen Stift direkt am Bildschirm erfolgt. Über eine integrierte Handschrift-Erkennungssoftware wird die Eingabe in ein für Computer verständliches Format übersetzt. Die Eingabe direkt am Bildschirm kommt dem Anwender besonders dadurch entgegen, als es dem gewohnten Schreiben auf einem Blatt Papier entspricht. Man braucht nicht, wie etwa bei der Mausbedienung die Bewegung der Maus mit der Bewegung des Mauszeigers am Bildschirm koordinieren und hat wesentlich exaktere Positionierungsmöglichkeiten als mit der Maus. Die Nachteile der Maus bezüglich exakter Bewegung fallen beim ebenfalls bereits länger im Einsatz stehenden Digitalisiertablett weg. Allerdings muß auch hier der Eingabestift an vollkommen anderer Stelle mit dem Mauszeiger am Bildschirm koordiniert werden. Anstrengungen, diese beiden Nachteile zu kompensieren, führten zu Versuchen mit Lichtgriffeln und Touchscreens. Bei diesen Eingabemedien kann in dem einen Fall mit einem kugelschreiberähnlichen Stift, im anderen Fall direkt mit der Hand am Bildschirm gezeichnet werden. In der Praxis konnten sich diese beiden Eingabemedien allerdings nicht durchsetzen, da hier ständig mit abgehobenen Armen am senkrecht stehenden Bildschirm gearbeitet wird und sich dadurch ein baldiger Ermüdungseffekt einstellt. Bei Touchscreens kommt es darüber hinaus noch zu einem zweiten Problem. Ohne deren Anwendern mangelndes Hygienebewußtsein zu unterstellen, kommt es nach einiger Zeit zu einer starken und schwer zu reinigenden Verschmutzung des Bildschirms. Die genannten Gründe und fehlende Software, die diese Techniken unterstützte waren in erster Linie dafür verantwortlich, daß sich diese Technologien nie durchsetzen konnten und in einen ganz bescheidenen Randbereich abdrängten. Erst die Miniaturisierung der Elektronik und die Ausreifung flacher Bildschirmtechnologien ermöglichte die Entwicklung von flach am Tisch liegenden Notpads, von denen in der Werbung behauptet wird, sie seien so einfach zu bedienen, wie ein BLatt Papier und so intelligent, wie ein PC. Mit der entsprechenden Betriebssystemunterstützung und Handschrifterkennung sind jetzt auch softwareseitig die notwendigen Fundamente für eine erfolgreiche Zukunft gelegt. Unabdingbare Voraussetzung ist aber die Verfügbarkeit benutzerfreundlicher Software, die die Vorteile der Stifteingabe auch nützt. Auf dem Gebiet der Datenerfassung ergeben sich mit dem Stift vollkommen neuartige Eingabemöglichkeiten, deren Untersuchung Gegenstand dieser Diplomarbeit ist. |
| Status | Verfügbar |