Objektorientierte Programmiertechniken
LVA 185.A01, VU, 3 Ects, 2012/2013 W

2. Übungsaufgabe

Themen:

Aufwandsabschätzung, Programmiereffizienz, Untertypbeziehungen und dynamisches Binden

Termine:

Ausgabe: 17.10.2012
reguläre Abgabe: 24.10.2012, 12:00 Uhr
nachträgliche Abgabe: 31.10.2012, 12:00 Uhr

Abgabeverzeichnis:

Gruppe/Aufgabe2

Programmaufruf:

java Test

Grundlage:

Skriptum, Schwerpunkt auf Abschnitt 2.1

Aufgabe

Welche Aufgabe zu lösen ist:

Erweitern Sie Ihre Lösung der ersten Aufgabe so, dass das Verwaltungssystem in der Praxis verwendbar wird. Von Anwendern werden unten aufgezählte Erweiterungen für sinnvoll oder notwendig erachtet. Diese Aufzählung ist einerseits noch unvollständig, andererseits aber bereits so umfangreich, dass in der vorgegebenen Zeit nicht alles umsetzbar ist. Ihre Aufgabe besteht darin, eine vernünftige Teilmenge der aufgezählten sowie von Ihnen selbst hinzugefügten Punkte zu wählen und in Programmcode umzusetzen. Ein möglichst großer Teil der wichtigsten Funktionalität soll dadurch abgedeckt werden. Entwickeln Sie nach wie vor nur den Kern eines entsprechenden Programms ohne Benutzerschnittstelle. Dieser soll keine Eingabe von der Tastatur verlangen oder Ausgabe auf den Bildschirm machen.

Erweitern Sie das Testprogramm (aufrufbar mittels java Test von Gruppe/Aufgabe2 aus) um Überprüfungen der zusätzlichen Funktionalität. Wie in der ersten Aufgabe sollen alle Tests selbständig ohne Benutzereingaben ablaufen und Testergebnisse in nachvollziehbarer und verständlicher Form am Bildschirm ausgeben.

Wie die Aufgabe zu lösen ist:

Die oben aufgezählten möglichen Erweiterungen sind nur als Anhaltspunkte gedacht. Sie können auch andere sinnvoll erscheinende Erweiterungen machen und einzelne Punkte nur unvollständig oder anders als angedeutet lösen.

Eine der größten Schwierigkeiten dieser Aufgabe besteht in der richtigen Abschätzung des Umfangs der Erweiterungen, die Sie bis zum regulären Abgabetermin machen können. Planen Sie entsprechend Ihren Vorkenntnissen und Fähigkeiten möglichst viele Erweiterungen ein, die Sie in der vorgesehenen Zeit auch zum Abschluss bringen können – das heißt, so viel Sie können, aber auf keinen Fall mehr als Sie können. Als groben Anhaltspunkt sollten Sie (jedes Gruppenmitglied) etwa fünf bis sechs Stunden in die Lösung dieser Aufgabe fließen lassen. Versuchen Sie so effizient wie möglich zu arbeiten und sehr rasch zu einer brauchbaren Lösung zu kommen. Ignorieren Sie Details, die Ihnen als unwichtig erscheinen. Bedenken Sie, dass Sie alle Teile Ihrer Lösung durch Testfälle überprüfen sollen und planen Sie die Zeit für die Entwicklung der Testfälle und für die Fehlerbeseitigung ein. Es wird im Normalfall keine Gelegenheit geben, Teile der Arbeit, die Sie in der vorgegebenen Zeit nicht zu Ende bringen, nachzuholen. In der Zeit zwischen regulärem und nachträglichem Abgabetermin werden Sie bereits mit der nächsten Aufgabe beschäfftigt sein.

Senden Sie möglichst bald ein grobes Konzept Ihrer geplanten Erweiterungen – am besten mit einer Einteilung, welches Gruppenmitglied was machen soll – an Ihre(n) Tutor(in). Die Tutor(inn)en werden sich bemühen, rasch hilfreiche Rückmeldungen zu den Konzepten zu geben. Überschätzen Sie sich nicht. Erstellen Sie eher ein Konzept, von dem Sie sicher annehmen, dass Sie die Arbeiten zeitlich schaffen. Wenn das Konzept Ihrem Tutor oder Ihrer Tutorin nicht reicht, werden Sie um eine Abänderung gebeten.

Einer der Schwerpunkte dieser Aufgabe ist der Umgang mit Untertypbeziehungen zusammen mit dynamischem Binden. Planen Sie Ihre Erweiterungen so, dass Untertypbeziehungen verwendet werden. Setzen Sie gezielt dynamisches Binden ein. Auch wenn die Aufgabe nicht dahin getrimmt ist, dass sich Untertypbeziehungen von alleine ergeben, lassen sich sicher gute Gelegenheiten dafür finden.

Beachten Sie die allgemeinen Informationen zur Laborübung aus der ersten Aufgabe und stellen Sie Ihre Lösung in das Verzeichnis Gruppe/Aufgabe2. Von dort aus soll das Testprogramm durch Java Test aufrufbar sein. Wegen des Umfangs dieser Aufgabe ist es gestattet, Unterverzeichnisse von Gruppe/Aufgabe2 anzulegen und mit Paketen zu arbeiten. Sie müssen aber keine Pakete verwenden, wenn Sie darin keine Vorteile sehen.

Warum die Aufgabe diese Form hat:

Sie sollen möglichst große Freiheit bei der Lösung der Aufgabe haben und selbst die Verantwortung für alles übernehmen. Es gibt niemanden, der Ihnen vorschreibt, wie die Aufgabenstellung genau zu verstehen ist.

Diese Aufgabe stellt hohe Anforderungen an jedes einzelne Gruppenmitglied sowie die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe – eine Nagelprobe für das Funktionieren der Gruppe und zum Aufdecken möglicher Schwachstellen.

Untertypbeziehungen sind ein schwieriges, aber für die objektorientierte Programmierung sehr wichtiges Thema. Nutzen Sie die Gelegenheit, bei der Lösung der Aufgabe Erfahrungen damit zu gewinnen: Fehler, die Sie dabei noch machen, wirken sich nicht auf Ihre Beurteilung aus. Sie bekommen von den Tutor(inn)en Rückmeldungen und bei Bedarf maßgeschneiderte Hilfe.

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